Dr. Mathias Jorde & Dr. Robert Herbrand

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Annakirchstr. 29, 41063 Mönchenglabach

Sie sind gesund und in den "besten Jahren". Sie gestalten Ihr Leben aktiv und selbstständig und gehören noch lange nicht zum "alten Eisen". Aber auch wenn wir es gerne verdrängen: Jeder Mensch kann unabhängig der Altersstufe aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls oder eines unvorhersehbaren Unglückfalls in eine Lebenssituation gerraten, in der es ihm nicht mehr möglich ist, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Wenn ein Mensch in dieser Situation medizinischer Versorgung und ärztlicher Behandlung bedarf, darf diese grundsätzlich nicht ohne dessen Zustimmung erfolgen. Die weit verbreitete Meinung, dass Angehörige entscheiden wenn man nicht mehr kann, ist nicht ganz richtig: Angehörige werden nicht automatisch für die Vertretung eingesetzt. Selbst sehr nahe Verwandte wie Ehegatten und Kinder können nur dann rechtsverbindliche Erklärungen abgeben oder Entscheidungen für Sie treffen, wenn sie dafür bevollmächtigt sind. Wenn Sie keine entsprechende Patientenvorsorge getroffen haben, entscheidet das Vormundschaftsgericht, wer über Sie und Ihre Angelegenheiten entscheidet.

Haben Sie sich daher bereits schon einmal gefragt, wer sich im Ernstfall kümmert? Patientenvorsorge bedeutet, auf diese Fragen jetzt eine Antwort zu geben und die Weichen in Ihrem Sinn zu stellen, denn jetzt haben Sie die Zeit, sich mit medizinischen und Pflege-Experten und mit Menschen Ihres Vertrauens zu diesem Thema zu beraten und sind Sie in der Lage, selbstbestimmt und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen.

Grundsätzlich werden drei Formen der Vorsorgeverfügung unterschieden, nämlich die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Patientenverfügung. Die Vorsorgevollmacht ist die vom Gesetz vorgesehene Möglichkeit, die Einrichtung einer Betreuung zu vermeiden. Die Vorsorgevollmacht kann als Generalvollmacht erteilt werden, aber auch sachlich beschränkt werden auf Angelegenheiten der Gesundheitsvorsorge. In einer Patientenverfügung hingegen trifft man bestimmte Entscheidungen im Bereich der medizinischen Versorgung im Voraus für den Fall, dass man später nicht mehr in der Lage ist, diese Entscheidung wirksam zu treffen. In einer Betreuungsverfügung können Wünsche hinsichtlich einer Betreuung geäußert werden, die im Betreuungsfall möglicherweise krankheitsbedingt nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden können.

Wenn Sie eine Patientenvorsorge treffen, ist das auch eine große Hilfe für Ihre Angehörigen und Freunde. Wenn Sie krank sind oder einen Unfall haben, ist das schon eine schwere Belastung an sich. Auch für Ihre Ärzte ist es erheblich einfacher, Sie zu behandeln, wenn Sie Ihre Wünsche und Ihren Willen bereits in gesunden Zeiten schriftlich festgelegt haben.

Die Ärztekammer Nordrhein bietet einen Vordruck für die Patientenverfügung sowie die Vollmacht für Angelegenheiten der Patientenvorsorge zum Download an. Weiterführende Informationen zum Thema Patientenvorsorge finden Sie auch auf dem Angebot von betaCare.

Gerne stehen Ihnen Dr.Jorde und Dr.Herbrand beratend zur Seite, wenn Sie zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung Rat suchen.